Temples in Zürich: Der Komplex Klub am Siedepunkt

In Reviews by indiespect

Musikgrössen wie Noel Gallagher (Oasis) oder Johnny Marr ( The Smiths) zählen zu ihren Fans. An zwei Wochenenden im April spielten sie am Coachella Festival in Indio. Es läuft also ziemlich gut für die junge Band aus England. Gestern spielten Temples ihre einzige Clubshow in der Schweiz (am 31.1. hatte die Formation bereits einen Auftritt am One of a Million Festival in Baden). Das Debutalbum «Sun Structures» erschien im Februar dieses Jahres und ist eine Mischung aus Psychedelic- und Glam-Rock.

Temples_Flyer

Den Auftakt an diesem Abend machte die Londoner Band «Lyla Foy». Durch schöne ruhige Musik und einer äusserst sympathischen Sängerin vermochten die vier Musiker zu überzeugen. Mehrfach wurde auf ihr Merch-Angebot und ihr Vinyl hingewiesen «It’s purple. Isn’t that freaking awesome?».

Um ca. 21.30 Uhr betraten die vier Jungs von Temples die Bühne. Besonders Sänger James Edward Bagshaw stach schillernd hervor. Sowohl Gitarre, als auch Kleidung glitzerten um die Wette. Der Live-Sound wirkte noch satter und stärker, als auf dem ebenfalls sehr gelungenen Album. Besonders die Bassläufe traten intensiver in den Vordergrund und gaben dem Klang einen extremen Schub.
Das Zürcher Publikum kam neben Titeln von «Sun Structures» auch in den Genuss der fantastischen B-Side «Ankh». Eine gut gewählte Setlist und zahlreiche ausufernde Soli liessen die Temperaturen im Komplex Klub auf gefühlte 50 Grad steigen. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Band war am Schluss völlig verschwitzt.

Ein durch und durch tolles Konzert sowie eine musikalische Leistung mit viel Potenzial und ein Komplex Klub der am Ende der Show am Kochen ist. Was will man mehr? Man darf gespannt sein, wo der Weg dieser Band noch hinführt.