White Lies Sänger Harry McVeigh im Interview: Wir wurden schon immer mit vielen 80er-Bands verglichen.

In Interviewsby indiespect

Seit ihrem Erfolgs-Debut «To Lose My Life…» sind zehn Jahre vergangen. Mit ihrem fünften und aktuellen Album «Five» spielten White Lies am 27. Juli zum ersten Mal im Tessin. Sie traten als Headliner des Abschlussabends vom diesjährigen ROAM Festival in Lugano auf. Vor dem Konzert nahm sich ein ausgeschlafener und entspannter Harry McVeigh Zeit für ein Interview. Der Sänger sprach über seine Band, die Artworks sowie die anstehenden Jubiläums-Shows.

White Lies sind:

Harry McVeigh (Gesang, Gitarre)
Charles Cave (Bass)
Jack Lawrence-Brown (Schlagzeug)

Indiespect: Willkommen in Lugano. In euern Instagram-Stories habe ich gesehen, dass ihr bereits das Lido besucht habt, um im See schwimmen zu gehen.

Harry McVeigh: Wir wollten es tun, aber es hat so stark geregnet. Jack war dort, bevor wir am Morgen unseren Soundcheck hatten. Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter noch ziemlich schön.

Indiespect: Wann seid ihr angekommen?

Harry: Wir sind seit gestern hier.

Indiespect: Dann bist du richtig entspannt, weil du genug lang geschlafen hast?

Harry: Ja, ich habe tatsächlich viel geschlafen, es ist verrückt. Ich habe bis 13 Uhr geschlafen und jetzt am Nachmittag noch einmal für einige Stunden ein Nickerchen gemacht. Ich weiss nicht, was mit mir nicht stimmt. Ich schlafe so viel. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir gestern nicht so viel Schlaf gekriegt haben.

White Lies

Harry McVeigh, Jack Lawrence-Brown, Charles Cave (v.l.n.r.)

Indiespect: Zuvor habt ihr am  «Y Not Festival» in England gespielt, oder?

Harry: Wir spielten am Donnerstag am Y Not und sind gestern hierhin gereist. Wir haben einen ziemlich frühen Flug gehabt und in der Nacht davor in unserem Bus geschlafen..

Indiespect: Im Februar habt ihr euer neustes Album «Five» veröffentlicht. Für eine Band ist es bestimmt immer ein spezielles Gefühl, die neuen Songs zum ersten mal live zu spielen. Was überwiegt da? Ist es mehr die Vorfreude oder die Angst, wie die Fans darauf reagieren?

Harry: Definitiv die Vorfreude. Wir sind wirklich grosse Fans des Albums. Wir glauben, dass wir einen tollen Job gemacht und einige gute Songs geschrieben haben. Wir sind wirklich zufrieden und stolz. Wir haben uns gefreut, die neuen Songs einzustudieren. Aber natürlich spürt man auch immer eine gewisse Nervosität. Du weisst nicht, wie sie ankommen. Sogar ein Song, den du auf dem Album wirklich liebst oder der auch bei den Fans beliebt ist, muss nicht zwingend bei einer Live-Show funktionieren. Das spürst du aber bei den ersten Konzerten. Uns ist es nicht so wichtig, die neuen Songs zu spielen. Wenn sie nicht funktionieren, nehmen wir sie einfach aus dem Set und spielen stattdessen alte Lieder.

Uns ist es nicht so wichtig, die neuen Songs zu spielen. Wenn sie nicht funktionieren, nehmen wir sie einfach aus dem Set
und spielen stattdessen alte Lieder.Harry McVeigh, White Lies

Indiespect: Also wollt ihr nicht einfach alle neuen Songs spielen, wenn ihr mit einem neuen Album unterwegs seit?

Harry: Es muss nicht sein. Wir lernen alle neuen Stücke, aber wir müssen sie nicht zwingend spielen. Wir fühlten uns jedoch schnell wohl. Nach den ersten Shows haben wir gemerkt, welche Songs funktionieren und welche nicht. Diese haben wir dann einfach aus dem Set gestrichen.

White Lies

White Lies während ihrem Auftritt am ROAM Festival in Lugano

Indiespect: Ich habe diese Frage gestellt, weil ich oft das Gefühl habe, dass Fans nur die Hits, alte Songs oder sogar B-Seiten hören möchten. Ist das für euch als Band ein schwieriger Umstand?

Harry: Nein, das ist keine wirkliche Herausforderung. Wie ich bereits sagte, ist uns das nicht so wichtig. Es spielt uns keine grosse Rolle, welche Songs wir spielen, solange wir ein gutes Konzert geben können und die Fans uns sehen möchten. Es würde uns vielleicht Sorgen machen, wenn die Stücke nicht gut genug wären. Aber es sind einige Tracks auf dem Album, die live sehr gut funktionieren. Wir sind glücklich mit dem Album und wir sind glücklich, dass wir diese spielen können. Wir lieben alle unsere Alben auf ihre Weise. Es tut gut, Songs von unserer gesamten Karriere zu spielen. Dass wir von jedem Album einige Stücke herauspicken können und die Leute  Songs, die zehn Jahre alt sind, noch immer hören wollen, fühlt sich sehr gut an.

Indiespect: Nach der Festivaltour spielt ihr einige «To Lose My Life…»-Jubiläums-Shows gegen Ende von 2019. Seid ihr die Songs bereits am üben?

Harry: Sind wir. Wir haben eine Vorstellung in unseren Köpfen, wie die Konzerte sein werden. Wir haben genügend Zeit zum Proben. Drei oder vier Tage, um alle Songs, die wir seit zehn Jahren nicht mehr gespielt haben, wieder einzustudieren.

White Lies

Mit E.S.T. boten White Lies einen kleinen Einblick auf das, was von den Jubiläums-Shows zu erwarten ist.

Indiespect: Gibt es welche, die ihr noch nie zuvor live gespielt habt?

Harry: Nein. Ich glaub an irgendeinem Punkt unserer Karriere haben wir alle gespielt. Als wir anfingen, hatten wir nur ein Album und die B-Seiten. Um eine Stunde auftreten zu können, mussten wir einfach alles spielen. Unsere Headline-Show in der Brixton Academy in London vor zehn Jahren war 45 Minuten lang. Wir haben zwar alle schon einmal gespielt, aber zum Teil ist das schon sehr lange her. Wir müssen wieder lernen, sie zu spielen.

Indiespect: Dann werdet ihr zuerst das Album in der richtigen Reihenfolge spielen.

Harry: Ja, wir werden es versuchen.

Indiespect: Und dann folgen wahrscheinlich noch Songs von den anderen Alben.

Harry: Ja. Wir werden auch einige B-Seiten spielen. Vielleicht wird im Set sogar eine B-Seite sein, die wir noch nie zuvor live gespielt haben. Wir werden sehen. Wir hören uns jetzt alle Track wieder an, die wir schon lange Zeit nicht mehr gehört haben. Danach entscheiden wir, welche wir wirklich spielen können.

Vielleicht wird im Set sogar eine B-Seite sein, die wir noch nie zuvor live gespielt haben.Harry McVeigh, White Lies über die Jubiläums-Konzerte zu «To Lose My Life...»
White Lies

Eine Übersicht von eingen Jubiläums-Konzerten zu To Lose My Life... Die Tour wird White Lies auch wieder in die Schweiz führen. Am 18. November spielen sie im Kofmehl in Solothurn.

Indiespect: Für euch ist es sicher auch ziemlich spannend, ein solches Set zusammenzustellen.

Harry: Ja, ganz sicher. Etwas, was ich an der Musik liebe ist, dass sie dich in eine ganz spezielle Zeit in deinem Leben zurückversetzen kann. Das gilt für unsere Fans gleichermassen wie für uns. Dieses Set zu spielen wird sich wie ein Schritt in die Vergangenheit anfühlen, das ist toll. Es wird auf eine schöne Art und Weise nostalgisch.

Indiespect: Wenn wir schon von speziellen Songs sprechen. Für die BBC Live Lounge habt ihr 2009 Kanye West’s «Love Lockdown» gecovert. Hast du einen Song im Kopf, den ihr spielen würdet, wenn ihr gefragt würdet, ob ihr morgen die Show noch einmal machen möchtet?

Harry: Oh, da gäbe es so viele. Damals wollte die Live Lounge, dass wir einen Song auswählen, der in den Charts ist. Es gab dort keine Musik wie unsere, also mussten wir uns einfach für etwas entscheiden. Von allen Songs aus der Top 40 fanden wir diesen am besten. Natürlich ist es ganz anders, als alles, was wir gemacht haben. Wenn wir das jetzt machen würden, wäre es ziemlich einfach für uns. Es gibt einige gute Songs, die wir wählen könnten. Wenn du ein gutes Lied findest,  eines das gut geschrieben ist, kannst du ihn in jeder Stilrichtung spielen und er funktioniert noch immer. Spontan kann ich dir aber nicht gleich ein einzelnes Beispiel nennen.

White Lies coverten Kanye West’s Love Lockdown für die BBC Radio 1 Live Lounge im Jahr 2009.

Indiespect: Das wäre aber grossartig, wenn du das könntest.

Harry: Ja (lacht). Lass mich überlegen. Vielleicht etwas wie Billie Eilish. Diese Musik ist ziemlich düster, es hat eine dunkle Note. Aber es ist natürlich verrückt, weil es so anders ist. Ich glaube wir hätten Mühe damit, ihre Songs umzusetzen. Ich weiss nicht ob ihnen gerecht werden würden. Aber mir gefällt, was sie macht. Es ist etwas ganz anderes im Pop-Bereich.

Circa Waves

Fünf Kunstwerke: White Lies legen grossen Wert auf die visuelle Erscheinung ihrer Alben.

Indiespect: Alle eure Alben haben sehr spezielle Artworks. Es scheint euch als Band wichtig zu sein, wie das visuelle Erscheinungsbild ist. Das Artwork von «Big TV» gewann sogar den «Best Art Vinyl» award im Jahr 2013. Wie wählt ihr die Künstler aus?

Harry: Wir waren in dieser Hinsicht schon immer sehr leidenschaftlich und denken, dass es sehr wichtig ist. Wir haben selbst schon immer gerne Platten besessen. Es ist schön ein Artwork auf einer 12″-Vinyl-Platte zu sehen. Wir haben uns immer überlegt, wie das Cover aussieht, wenn es jemand an seine Wand hängt. Wir hatten sehr viel Glück, grossartige Grafiker zu treffen und mit ihnen zu arbeiten. Zum Beispiel Casey, der das Artwork von Five gemacht hat. Ich finde, er hat einen grossartigen Job gemacht. Wir investieren viel Zeit und Aufwand, um etwas gutes zu schaffen. Im Falle von Big TV war es ein Künstler, den Charles online entdeckt hat. Wir hatten das Gefühl, dass sein Stil perfekt zur Musik dieses Albums passte. Die Bilder sehen mysteriös und interessant aus – und lebhaft. Sie haben sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das machte den Arbeitsprozess am Albumcover sehr einfach. Es war einfach das Bild und ein schöner Rahmen. Als wir einmal das Bild ausgewählt und die Genehmigung des Künstlers hatten, ging alles ganz locker.

Wir haben selbst schon immer gerne Platten besessen. Es ist schön ein Artwork auf einer 12″-Vinyl-Platte zu sehen.Harry McVeigh, White Lies

Indiespect: Auch euer Debüt hat ein ziemlich spezielles Artwork. Euer Schlagzeuger Jack hat einmal gesagt, dass ihr damals sehr stark von Universal Music unterstützt wurdet. Sie haben viel Geld in die Promotion von «To Lose My Life…» investiert. Haben sie auch über das Artwork entschieden oder wart ihr bereits in den Entwicklungsprozess involviert?

Harry: Wir wurden mit einem Grafiker-Kollektiv namens Big Active  in Verbindung gebracht, welches inzwischen einige unserer Album-Cover, einschliesslich Big TV und Friends, gestaltet hat. Vieles kam von ihnen, wir haben sie einfach etwas geführt. Sie präsentieren dir viele Anfangs-Ideen und du sagst, welche dir nicht gefallen. Ich mag nich noch erinnern, dass es ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm, bis es passte. Sie haben ein Foto von diesen Wassertürmen gefunden. Aber es waren nur zwei Türme und es sah irgendwie einfach komisch aus. Wir haben ziemlich daran rumgefummelt, bis es gepasst hat. Wir haben entschieden einen weiteren Turm einzufügen und den mittleren höher zu machen. Und jetzt ist es ein richtig ikonisches Cover geworden, ich liebe es auch. Dieses Artwork passt wiederum so gut zur Ästhetik und der Musik, die wir in dieser Zeit hatten.

White Lies

Harry McVeigh in Lugano auf der Bühne.

Indiespect: Werdet ihr bei den Jubiläums-Konzerten speziellen Merchandise haben?

Harry: Ich kann es mir gut vorstellen. Wir haben darüber noch nicht wirklich gesprochen, aber es wird sicher schöne Shirts und andere spezielle Dinge geben.

Indiespect: Auf dem aktuellen Album habt ihre einen Song namens «Tokyo», welcher sich sofort im Kopf festsetzt, sobald man ihn zum ersten Mal hört. Textlich hat es nicht viel mit der Hauptstadt Japans zu tun. Aber für Bands scheint das Land ein spezieller Ort zu sein. Welche Bedeutung hat Japan für euch? 

Harry: Wir lieben es, Japan zu besuchen. Es ist immer ein unglaublicher Kulturschock, wenn du dorthin kommst. Einfach weil es so anders ist. Es ist unmöglich etwas zu verstehen. Wenn du in der Stadt herumläufst fühlst du dich komplett verloren. Das gefällt uns daran. Wir waren in Japan nie sehr erfolgreich. Ich weiss nicht weshalb, aber wir waren schon seit einigen Jahren nicht mehr da. Hoffentlich gibt es mit diesem Album wieder eine Gelegenheit dorthin zurückzukehren. Vielleicht waren wir nicht genug oft dort, als wir angefangen haben. Aber es ist wunderbar in diesem Teil der Welt zu reisen, es ist ein wunderbarer Ort. Ich möchte gerne als Tourist nach Japan reisen und die Sehenswürdigkeiten sehen. Jedes Mal wenn wir dort waren, hatten wir nur einen Nachmittag Zeit, um die Stadt zu entdecken.

Wir waren in Japan nie sehr erfolgreich. Ich weiss nicht weshalb, aber wir waren schon seit einigen Jahren nicht mehr da.Harry McVeigh, White Lies

Indiespect: Aber als Band hat man sicher immer gute Guides. Wenn du als Privatperson nach Japan reist, könnte es ziemlich schwierig sein, sich zu orientieren.

Harry: Ja, in diesem Aspekt hatten wir immer sehr viel Glück. Sie stellen dir Übersetzer zur Seite und Leute, die sich um dich kümmern.

White Lies

Ein fixer Programmpunkt seit Beginn: Bei Tour-Stopps in Zürich ist für die White Lies der Besuch im Kunsthaus und dem dazugehörigen Restaurant Pflicht. © kunsthaus.ch

Indiespect: Ihr habt die Schweiz schon ziemlich oft besucht. Aber nie zuvor habt ihr im Tessin gespielt.

Harry: Nein, in diesem Teil der Schweiz haben wir noch nie Zeit verbracht. Es fühlt sich an wie in Italien, aber doch schweizerisch. Es ist ein Mix aus beidem.

Indiespect: Hast du eine erste Erinnerung an die Schweiz?

Harry: Ja, da bin ich mir sicher. Jedes Mal wenn wir in Zürich sind, machen wir dasselbe, zumindest Charles und ich. Wir gehen dort ins Kunsthaus und da gibt es gleich nebenan ein Kaffee. Wir essen immer dort. Das machen wir, seit wir das erste Mal in Zürich waren. Darauf freuen wir uns auch immer, wenn wir ein Konzert in der Schweiz spielen. Zürich ist in der Schweiz die Stadt, die wir am meisten besucht haben. Ich kann mich an einen unserer ersten Besuche erinnern. Damals spielten wir ein Konzert in Zürich und ich war mit meiner Freundin, mittlerweile Frau, angereist. Nach der Show gingen wir in die Alpen, nach Zermatt. Dort hatten wir auch eine grossartige Zeit. Meine Erinnerungen an die Schweiz bestehen aus Bergen, Seen und schwimmen in Zürich.

White Lies

Kein politisches Statement, nur ein Bandname: White Lies

Indiespect: Kommen wir wieder zurück auf eure Alben zu sprechen. Mit «Friends» habt ihr glaube ich den 80s-Vibe für euch entdeckt.

Harry: Vielleicht in den Keyboards von Friends. Aber wir wurden schon seit unserem ersten Album immer mit vielen 80er-Bands verglichen. Zum Beispiel mit Teardrop Explodes oder Echo & the Bunnymen. Aber Friends fühlt sich für mich wie ein poppigeres Album an. Es ist eine Art von 80er-Pop. Viele Synthesizer und Keyboard-Sounds, die wir zuvor nicht wirklich benutzt haben.

Wir wurden schon seit unserem ersten Album immer mit vielen 80er-Bands verglichen. Zum Beispiel mit Teardrop Explodes oder Echo & the BunnymenHarry McVeigh, White Lies

Indiespect: Wie ich bist du in den 90er-Jahren aufgewachsen. WAs hat deine Liebe zur 80er-Musik entfacht?

Harry: Ich glaub das kam durch Talking Heads. Das war die erste Band, die wir intensiv hörten, als wir begannen Songs zu schreiben – das war noch vor den White Lies. Wir waren Teenager und liebten sie einfach. Wir hörten ihre Musik extrem oft. Auch wenn die Talking Heads keine typische 80er-Band sind, die Musik dieser Ära hat dadurch den Weg in unsere eigene Musik gefunden. Als wir mit den ersten Aufnahmen begannen und Leute unsere Musik hörten, wurden wir sofort mit diesen 80er-Bands verglichen. Also haben wir uns viele dieser Dinge angehört und mittlerweile lieben wir vieles davon.

Die Ähnlichkeit zwischen White Lies und Teardrop Explodes ist nicht von der Hand zu weisen – ganz besonders im Gesang.

Indiespect: Mit jedem Album ist euer Sound etwas leichter geworden. Beim Debüt war alles noch sehr düster.

Harry: Ich glaube es war kälter, so würde ich es beschreiben. Kälter, karger und leerer. Es ist mittlerweile opulenter geworden.

Indiespect: Aber das lag nicht daran, dass ihr euch zur Anfangszeit so gefühlt habt?

Harry: Es könnte schon damit zusammenhängen. Vor allem die Texte des ersten Albums enthalten viele Ängste, die man als Teenager hat. Wir waren jung, als wie einen Plattenvertrag unterzeichnet und das Album aufgenommen haben. Wir waren erst 19 Jahre alt. Vielleicht haben wir mittlerweile eine andere Seite des Lebens gesehen. Aber es ist schwierig zu sagen. Wenn du Musik schreibst, tust du einfach alles, was du kannst. Es ist schwierig einen Song zu schreiben, also musst du dir die Inspirationen von überall her holen. Das verändert sich immer, je nachdem in welcher Phase des Lebens du bist. Was du tust und was deine Freunde tun. Es ist schwierig zu sagen, woher diese Dunkelheit kam, aber sie ist definitiv da. Sie ist noch immer ein wenig in unserer Musik, aber es gibt nun auch poppigere Momente.

Indiespect: Vielen Dank für das Gespräch. Geniesst euer erstes Konzert im Tessin!